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Autor: Renaldo Reitz
Pflege und Wartung
des Hubschraubers
So nun jedem sollte eigentlich klar sein
das eine vernünftige Wartung des Modells Pflicht ist. In welchem
Aufwand diese betrieben wird, soll jedem selbst überlassen
sein.Ich kann hier nur meine eigenen Erfahrungen weiter geben und
diese haben sich bei mir bestens bewährt.
Es gibt Meiner Meinung nach 3 Wartungen.
1.Auf dem Flugfeld
2.Auf der Werkbank
3. Die Jahres Wartung
Die erste Überprüfung findet da wir die Verantwortung
für unsere Modelle tagen auf dem Flugfeld statt. Sollten hierbei
Fehler gesichtet werden so sollte die Vernunft siegen und das Modell
ohne Beseitigung der Fehler nicht geflogen werden.
Wenn man sich vielleicht noch vor Augen führt was im Schadensfall
alles kaputt gehen kann, wie hoch wohl die Ersatzteil Rechnung werden
könnte, und das es immer noch andere Tage zum Fliegen gibt
sollte es nicht schwer sein das Modell am Boden zu belassen.
So also fangen wir mal an zu Prüfen:
1. Sind Haupt- und Heckrotorblätter noch in Ordnung?
2. Sind vielleicht irgendwelche Teile am Hubschrauber Locker die
nicht Locker sein sollen?
3. Laufen alle Gelenke bzw. Gestänge sauber ohne zu harken?
Wie sieht es mit den Kugelgelenken, der Taumelscheibe etc…
aus?
4. Sitzen die Blatthalter noch fest und haben kein Spiel?
5. Sind die Paddel gerade und richtig ausgerichtet?
6. Arbeiten alle Servos so wie sie es sollten?
7. Sender und Empfänger Akku geladen?
Wenn ja na dann Glückwunsch und viel Spaß beim Fliegen!
So nun zur Werkbank…
Die Werkbankprüfungen ist etwas intensiver, und sie beinhaltet
die Punkte 1-7 der Flugfeldprüfung. Zusätzlich sollte
noch:
8. Die Hauptrotorwelle auf vertikales Spiel geprüft werden.
9. Alle Mischerhebel, Umlenkhebel etc… sollten auf sicheren
Sitz überprüft werden.
10. Wie sieht das Haupt-oder Heckgetriebe aus? Braucht es Fett?
11. Alle Zahnräder oder auch der Zahnriemen sollte auf verschleiß
geprüft werden.
12. Prüfen der Kraftstoffschläuche nicht vergessen!
Diese Wartung sollte in vernünftigen Intervallen erfolgen
und dem Flugstill bzw. dem Flugintervallen angepasst werden. Jemand
der nur 1mal im Monat zum fliegen geht braucht diesen Check mit
Sicherheit nicht jede Woche oder jeden Monat zu machen.
Bei mir beschränkt sich dieser check auf Monatlich 1mal.
So nun zur Großen Wartung…
Ich mache dies vorzugsweise im Winter bei schlechtem Wetter wenn
ich eh nicht zum Fliegen gehen kann.Wir Stellen unser Modell erst
einmal auf die Werkbank und Demontieren Die Haupt so wie die Heckrotor
Blätter.
Dann werden diese Gereinigt und überprüft.
Auch der Akku wird aus der Schutzhülle genommen und überprüft,
sollte irgendwo an Stellen der Austritt von Batteriesäure festgestellt
werden, ist der Akku nicht mehr zu verwenden und sollte Entsorgt
werden. Ist er in Ordnung so wird dieser Entladen und wieder Geladen.
Sollte hierbei festgestellt werden dass der Akku sehr viel weniger
Kapazität aufnimmt als er sollte so wird der Vorgang wiederholt.
Sollte er nach mehreren Zyklen immer noch nicht seine Kapazität
erreichen, so ist dieser auch auszutauschen.

So weiter Kontrollieren wir alle Hebel, Gestänge, Kugelgelenke
etc… auf verschleiß und festen Sitz.

Es Sollte auch überprüft werden ob die Elektronik in
Ordnung ist, Sind alle Servos im Empfänger richtig eingesteckt?
Alle Ritzel, Rollen etc. reinige ich mit einer Kunststoffbürste
und einem Tuch!
Ok so weit, dann bauen wir mal den Motor aus und schauen uns diesen
mal an.
Erst mal den Dämpfer ab, den Auslass verstopfe ich mit einem
Tuch, und Sprühe in den Dämpfer WD40. Dieses Reinigt und
Schützt.
Fast jeder Motor hat einen Motordeckel, dieser wird mit 4 Sechskantschrauben
verschraubt.
Nach dem diese Gelöst wurden entfernen wir vorsichtig den Motordeckel.
Aber Achtung darunter ist meist eine Dichtung die nicht beschädigt
werden sollte.
Wenn wir nun den Deckel abhaben schauen wir mal in den Motor, Befinden
sich Metallspäne
darin? Wie sieht das Lager aus dreht es noch vernünftig? Schaut
mal auf das Pleuel ist dieses noch in Ordnung oder weißt es
Beschädigungen auf? Wie sieht der allgemein Zustand aus?
Wenn alles in Ordnung ist spüle ich auch den Motor mit WD40
durch und schraube ihn wieder zu. Den Dämpfer Schüttele’
ich schön durch entferne das Tuch und lasse das WD40 wieder
auslaufen. Wenn eine Dichtung vorhanden sein sollte, diese noch
in Ordnung ist schraube ich Motor und Dämpfer wieder zusammen.
Nachdem ich alle Lager und mit auch wenn vorhanden das Getriebe
neu mit Lagerfett abgeschmiert habe wird alles wieder Sorgfältig
zusammen gebaut.

So wenn Wir soweit sind schauen wir uns auch mal den Tank, die
Spritschläuche Pendel usw.
an. Sollten hier Risse oder andere Beschädigungen zu sehen
sein sollten dies natürlich behoben werden. Ich Wechsel allerdings
auch ohne Ersichtlichen Beschädigungen die Spritschläuche.
So zum Schluss Ole ich alle Kugelgelenke etc. und Prüfe sie
auf Leichtgängigkeit.
Sollten hier Beschädigungen auftreten so sind diese zu Reparieren
bzw. zu ersetzen.
Die neuen Gestänge sollten dann natürlich das gleiche
Maß aufweisen wie die alten.

Jetzt noch Prüfen ob Rotorblätter und Paddel stimmen
und wir sind mit der großen Wartung fertig.
Wie Anfangs erwähnt sollte jeder selbst entscheiden, wie er
sein Modell Pflegt, aber ich denke dass eine vernünftige Pflege
oder Wartung zum Hobby dazugehört. Und es mindert mit Sicherheit
das Risiko eines Absturzes.
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